Leider hat diese Zombie-Produktion bisher noch nicht ganz so gut funktioniert wie die beiden vorangegangen Folgen. Zum einem habe ich an vielen externen Projekten mitgearbeitet. Zum anderen erweist sich Episode 2 als deutlich komplexer als die beiden Vorgänger. Zu viele kleine Baustellen die man im Blick haben muss. Und beruflich kommen immer wieder ganz neue Herausforderungen auf mich zu. Damit verdiene ich schließlich meine Brötchen.

Änderung in der Cast von Mortuorum Cibus

Aber mal im Ernst. Das erste Kapitel der dritten Episode „Von Menschen und anderen Monstern“ ist aktuell mit Schnitt und die Vertonung fast fertig. Bei Kapitel zwei ist gerade erst Halbzeit.

Das Ensemble hat auch bei dieser Produktion eine tolle Arbeit abgeliefert und die Auswahl der richtigen Takes umso schwieriger. Ein Take besser als der andere. Umso trauriger hat es mich gemacht, als ich die Nachricht von Jan Langer erhalten habe, dass er aus beruflichen Gründen leider das Ohrenkino-Team und damit auch die MORTUORUM CIBUS Zombieserie verlassen muss. Er lieh seine Stimme dem Soldaten und Namensvetter „Jan“ in Episode 1 und 2. Auch wenn ich ihn ungerne gehen lasse, hat er doch für einen erstklassigen Nachfolger gesorgt. Ab sofort übernimmt Christopher Kussin (Nachtrag: leider nur mit einem kurzen Gastspiel) die Rolle des Soldaten Jan. Und ich darf Euch sagen, das hat er wirklich sehr gut gemacht.

3 Phasen der Hörspiel-Produktion

Phase 1 „Takes auswählen & Dialogschnitt“: Die Arbeit in Audacity (die besten Takes mit Take-Nummer exportieren) ist zwar schon etwas aufwendig, bringt aber später im Dialogschnitt einen gehörigen Zeitvorteil. Durch die Take-Nummern ist eine schnelle und korrekte Aneinanderreihung der einzelnen Takes im Handumdrehen erledigt. Noch hier und da etwas anpassen, aber nicht zu viel. Der Rest kommt ja erst bei der Vertonung, dem Untermischen von Geräuschen.

Phase 2 „Vertonung & Panning“: In dieser Phase suche ich mir die passenden und nötigen Geräusche für die Szene. Der Dialogschnitt wird verfeinert und auf Atmosphäre und Geräuschkulisse abgestimmt. Darunter fällt auch das sogenannte „Panning“. Das bedeutet so viel wie „schwenken“ und gemeint ist damit, woher die Stimmen kommen. Die eine kommt mehr von links die andere wiederum mehr von rechts. So versuche ich den Hörer in den Dialog zu ziehen, als wäre man live dabei und mitten im Geschehen. Die Geräusche „schwenken“ mit, wenn z.B. eine Zombie-Horde scheinbar aus allen Richtungen angreift. Bei 48 Spuren (mehr erlaubt mein Cubase Elements nicht) muss man da schon den Überblick behalten.

Phase 3 „Musik & Mastering“: Fehlt mir in einer Szene noch die musikalische Untermalung, komponiere ich den fehlenden Track selbst. Das dauert gerne eine kleine Weile, da ich kein richtiger Musiker bin und auf meine eigene Weise komponiere. Ist die Musik an der richtigen Stelle platziert, kommt der Abschluss, das große Finale – das Mastering. Jeder Take und jedes Geräusch muss noch einmal auf den Prüfstand, Lautstärken werden verglichen und angepasst, hier und da noch etwas am Equalizer herumspielen. Dann folgt der finale Export al Wave- und MP3-Datei.

Arbeitszeit: Vorstellung vs. Reality

Wie auch bei den anderen Produktionen, verteile ich kontinuierlich meine Produktionszeit in viele kleine Portionen auf die Abende. Am Wochenende kommen etwas mehr Stunden zusammen, ist ja auch mehr Zeit vorhanden. Es gibt aber auch Tage, da brauche ich etwas Abstand zur Produktion. Schließlich soll es ja nicht zu einer „Last“ werden. Allerdings gibt es auch immer wieder Tage, an denen das gesamte Projekt ruhen muss. Das ist die Realität.

Aus diesem Grund habe ich auch keine festen Veröffentlichungstermine. Meine Produktionen erscheinen, wenn sie fertig sind. Ein Luxus, den man sich wohl nur als Hobby-Produzent leisten kann. Es schmeichelt aber ungemein, wenn die ersten Fans Fragen stellen, wann denn endlich etwas Neues veröffentlicht wird. Das motiviert, echt!

Mortuorum Cibus Teil 1 bis 3 kostenlos hören

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